J. J. Abrams und Doug Dorst “S. – Das Schiff des Theseus”

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„S. – Das Schiff des Theseus“ ist in diesem Herbst in aller Munde und das zurecht. Es ist ein Kunstwerk und es begeistert mein bibliophiles Herz jedes Mal, wenn ich es in die Hand nehme. Auf verschiedenen Social Media Kanälen wurden zahlreiche Bilder des Buches und seiner Beilagen veröffentlicht. Diejenigen, die das Buch in den Händen halten durften, sind begeistert. Aber lohnt es sich wirklich, die Mühe auf sich zu nehmen, das Buch zu lesen? Ist es nicht zu verwirrend oder zu kompliziert? Macht es wirklich Spaß in die Geschichten, die auf diesen Seiten auf so raffinierte Art und Weise erzählt werden, einzutauchen?

Ich bin froh, vor der Lektüre des Buches, die Rezension auf dem Blog Zeilensprünge  gelesen zu haben. Hier wird dem Leser nicht nur eine Zusammenfassung des Textes geboten, sondern auch Interpretation und Entschlüsselung des Geschehens. Mit diesem virtuellen Spickzettel war es für mich ein wahres Vergnügen, mich auf die spannenden Geschichten einzulassen.

Schnell stellte ich fest, dass man das Buch auf zwei Arten lesen kann – entweder man seziert es, untersucht unter der Lupe jeden Satz und versucht jede Szene zu erklären, oder man lässt sich in der Geschichte treiben, hinterfragt nicht zu viel, sondern versucht, den Faden, ja mehrere Fäden nicht zu verlieren. Die erste Möglichkeit ist ziemlich anstrengend, die Zweite macht einen Höllenspaß.

Ich will das Buch nicht interpretieren müssen, denn dagegen wehre ich mich inzwischen, nachdem mein Studium und meine Ausbildung einige Jahre zurück liegen. Was ich aber will, ist Euch zu berichten, wie froh ich über diese Herausforderung bin und dass ich sie angenommen habe. Dass  ich diesen hervorragenden Thriller gelesen habe und in eine Liebesgeschichte eingetaucht bin. Zugleich ist dieser Kunstwerk ein wahnsinnig gut komponierter Abenteuerroman, der den Leser staunen lässt. Man kann sich leicht in der Komplexität des Werkes verlieren. Er erfordert die ganze Aufmerksamkeit beim Lesen. Es werden Spuren gelegt, man muss vor- und umblättern, die beigelegten Zettel und Karten lesen, zwischen den Zeilen lesen, Rätsel lösen. Das Abenteuer wird nie langweilig, schon dank der vielen Beilagen, die Zwischen den Seiten zu finden sind.

„S. – Das Schiff des Theseus“ ist grandios. Den vielen Ohs und Ahs, was die Qualität des Buches angeht, möchte ich mich anschließen. Ich bin begeistert. Ich bin aber auch glücklich darüber, dass das Buch nicht nur ein bibliophiles Kleinod ist, was die Gestaltung angeht, sondern mich auch mit dem Inhalt vollkommen überzeugt hatte. Man darf einfach keine Angst davor haben, in die Geschichte einzutauchen. Denn wer es schafft, sich zwischen den einzelnen Gedankengängen und Erzählsträngen zurecht zu finden, wird mit einem wunderbaren Abenteuer belohnt, bei dem das eigene Gehirn trainiert wird und bei dem man die Welt mit all seinen Sorgen und Ängsten für einige Stunden vergessen kann.

Wer von Euch noch ein Geschenk für seine Lieben sucht oder nicht weiß, was er sich schenken lassen soll, dem empfehle ich, „S. – Das Schiff des Theseus“ in die engste Auswahl z

u nehmen. Kauft es! Verschenkt es! Lest es vor allem! Es lohnt sich.

Und wer immer noch nicht überzeugt ist, ob das Buch was für ihn ist, der kann die Blogparade zum Buch im Bücherwurmloch verfolgen. Mariki bietet auf ihrem Blog noch zusätzliche Infos an. Viel Spaß beim Stöbern.


J. J. Abrams und Doug Dorst “S. – Das Schiff des Theseus”, Kiepenheuer & Witsch Verlag, ISBN: 978-3-462-04726-4, Aus dem amerikanischen Englisch von Tobias Schnettler und Bert Schröder

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4 Antworten auf J. J. Abrams und Doug Dorst “S. – Das Schiff des Theseus”

  1. Silvia sagt:

    Ich hoffe mal aufs Christkind…

  2. simmi sagt:

    bei mir war es zum Glück schon ;)
    Tolles Buch!!

  3. Sabine sagt:

    Hoffentlich ist der Weihnachtsmann lieb zu mir und bringt es mir – bin schon soooo gespannt drauf ;)

  4. Pingback: Das Schiff des Theseus oder das krasseste Buch des Jahres

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